Überweiser

Unser Anspruch ist es, uns durch eine enge Abstimmung und zeitnahe Korrespondenz mit dem Überweiser auszuzeichnen. Mit einem transparenten, strukturierten Behandlungsablauf wollen wir dazu beitragen, dass sich der Patient gut aufgehoben und optimal behandelt fühlt.

Zahnärzte

Um das für den Patienten optimale Ergebnis zu erzielen, stimmen wir gemeinsam mit dem überweisenden Zahnarzt das Behandlungskonzept ab. Sollte die erforderliche Diagnostik noch nicht oder noch nicht vollständig erfolgt sein, besteht die Möglichkeit, diese auch bei uns einzuleiten.

In puncto bildgebende Verfahren können wir neben den üblichen Einzelzahnaufnahmen oder Orthopanthomogrammen, wenn notwendig, auch eine 3-D-Röntgenaufnahme mittels digitaler Volumentomographie (DVT) erstellen.

Der Eingriff selbst erfolgt apparativ und operativ auf modernstem technischen Stand. So setzen wir beispielsweise das gewebeschonende Radiofrequenz-Skalpell oder die für das Weichgewebe ebenfalls wenig belastende Piezo-Chirurgie ein. Bestimmte Eingriffe, wie die retrograde Wurzelspitzenresektion können bei uns auf Wunsch unter dem Operationsmikroskop durchgeführt werden, um dauerhaftere, vorhersagbarere Ergebnisse zu erzielen.

Postoperativ kann eine Kühlmaske angelegt werden, deren Temperatur bedarfsgerecht angepasst wird und die erreicht, dass Schwellung und Schmerzen auf ein Minimum reduziert werden.

Nach dem Aufenthalt bei uns übersenden wir den Patienten zur Weiterbehandlung zurück an den überweisenden Zahnarzt.

Digitale Volumentomographie (DVT)

Das bei uns eingesetzte Kodak 9000 C 3D ist eine innovative 3-in-1-Lösung und ermöglicht Panorama-, Cephalometrie- und 3-D-Aufnahmen.

Die herausragende Detailtreue und Bildwinkelvielfalt eröffnen eine neue Dimension in der Röntgendiagnostik unseres Fachgebietes. Das neue bildgebende Verfahren ermöglicht dreidimensionale, hochauflösende Aufnahmen bei wesentlich geringerer Strahlenbelastung als bei der herkömmlichen Computertomographie. Durch die exakte räumliche Darstellung der entsprechenden Strukturen ergibt sich eine optimale Planbarkeit und Vorhersagbarkeit des Operationsergebnisses.

Radiofrequenz-Skalpell

Die Radiofrequenz-Chirurgie ist eine seit vielen Jahren in der Chirurgie bewährte und erprobte Technik, die dem versierten Anwender eine Vielzahl von Möglichkeiten und Vorteilen eröffnet. Bei der patentierten 4.0 MHz Radio-Mikrochirurgie des Herstellers Ellmann International Inc. wurde die Schnittfrequenz soweit optimiert, dass keine klinisch und histologisch signifikanten Gewebeschäden auftreten. Damit ist der Einsatz auch an empfindlichen Bereichen, wie bei Probeentnahmen von Tumoren, Zahnfleischrändern und in der ästhetischen Gesichtschirurgie möglich. Auch an Implantaten und Metallrändern kann mit dieser Technologie bedenkenlos gearbeitet werden. Dabei ist besonders die drucklose und leichte Führung der flexiblen Spitze von Vorteil.

Das Gewebe verheilt primär und schnell, ohne Tendenz zu Narbenbildung und Retraktionen. Der Schnitt ist sauber, präzise und keimfrei. Die verschiedenen Schnittelektroden erlauben eine Vielzahl chirurgischer Anwendungen. So kann beispielsweise die Schnitttiefe über die Elektrodenspitze eingestellt werden.

Piezo-Chirurgie

Die Piezo-Chirurgie ist ein modernes Operationsverfahren, das auf der Übertragung von Ultraschallwellen auf das chirurgische Instrument basiert.

Diese mikrochirurgische Methode bietet bei vielen Eingriffen einen immensen Vorteil gegenüber konservativen chirurgischen Instrumenten wie Bohrern und Sägen, denn Ultraschallinstrumente können Gewebe selektiv behandeln. Knochengewebe kann nahezu ohne Druck durchtrennt und das angrenzende Weichgewebe dabei maximal geschont werden, selbst dann, wenn das Weichgewebe mit dem Instrument in Kontakt kommt. Durch diese atraumatische Vorgehensweise entstehen geringere Wundflächen, die schneller und komplikationsärmer verheilen.

OP-Mikroskop

Besonders für den Bereich der Wurzelspitzenresektion bieten wir den Einsatz des Zeiss-Operationsmikroskops an, da sich die vielen individuellen Verzweigungen des Wurzelkanals im Bereich der Wurzelspitze oftmals dem bloßen Auge entziehen. Mit Hilfe des Operationsmikroskops lassen sich diese filigranen Strukturen jedoch eindeutig identifizieren und optimal therapieren.

Moderne Techniken der Wurzelresektion unter Verwendung dentaler Operationsmikroskope ermöglichen, nach wissenschaftlich publizierten Angaben, langfristige Erfolgsaussichten von 87-97 Prozent.

Kühlmaske

Die von uns verwendete Hilotherm-Kühlmaske kann nach verschiedenen Eingriffen im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich eingesetzt werden. Einmal eingestellt bleibt die Temperatur über Stunden oder Tage hinweg konstant und sorgt für eine andauernde Schmerzlinderung sowie den raschen Abbau von Schwellungen und Hämatomen.

In der postoperativen Anwendung können Schwellungen, Schmerzen und Hämatome oftmals sogar komplett verhindert werden. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten reduziert sich auf ein Minimum oder ist überhaupt nicht nötig. Die anatomisch geformten Manschetten sind für nahezu jeden Bereich von Mund-, Kiefer- und Gesicht erhältlich.

Kieferorthopäde

Gemeinsam mit dem Kieferorthopäden korrigieren wir, in einer kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Kombinationstherapie, skelettale Bissanomalien.

Dabei soll eine optimale Okklusion und Artikulation sowie eine morphologische und funktionelle Langzeitstabilität des Behandlungsresultates unter Berücksichtigung einer ästhetischen Gesichtbalance erreicht werden. Der dafür festgelegte Behandlungsplan berücksichtigt in besonderem Maß die Stellung der Kiefergelenke, die Nasenatmung und die Parodontalsituation.

Erstvorstellung

Bei der Erstvorstellung ist es hilfreich, dem Patienten aktuelle Behandlungsunterlagen an die Hand zu geben, damit wir ein Kurzgutachten mit Behandlungsplan erstellen können. Dazu gehören folgende Unterlagen:

  • PSA und FRS (um Doppeldiagnostik zu vermeiden, können wir diese Röntgenaufnahmen anfertigen und Ihnen als Datei zukommen lassen)
  • aktuelle Modelle (Ausgangsbefund)
  • Cephalometrische Analyse (Ausgangsbefund)

Anhand der mitgebrachten Unterlagen erstellen wir ein chirurgisches Behandlungskonzept und lassen Ihnen dieses schriftlich zukommen. Falls Sie mit dem Behandlungsplan einverstanden sind, können Sie ihn zur Genehmigung bei der Krankenkasse einreichen.

Bildgebende Verfahren

Für die Planung der Modell-OP bedienen wir uns computergestützter Cephalometrie. Bei Bedarf kann als Erweiterung zur üblichen Röntgendiagnostik die digitale Volumentomographie eingesetzt werden (z.B. zur besseren Beurteilung des alveolären Knochenangebotes in dreidimensionaler Darstellung).

Im Rahmen der funktionellen Kiefergelenksdiagnostik bieten wir z. B. Funktions-MRT, präoperative Kiefergelenksarthroskopie und Arthrozenthese an. In manchen Fällen kann eine präoperative Schienentherapie als begleitende Maßnahme sinnvoll sein.

Dento-alveoläre Vorbehandlungen

Möglicherweise sind vor dem eigentlichen Eingriff vorbereitende Maßnahmen nötig. Diese können sein:

  • Operative Entfernung der Weisheitszähne
  • Operative Zahnfreilegung und Anschlingung
  • Einbringung einer Anchorage-Schraube/Platte zur Herstellung eines dento-skelettalen Zuges
  • Interpositionsplastik mit autologer Spongiosa (minimal-invasiv) bei erschwertem Lückenschluss
  • Knochenaugmentation in Frontzahnregion vor kieferorthopädischer Behandlung bei fehlendem vestibulärem Knochenangebot (vor allem im UK)

Maßnahmen zur Korrektur der transversalen Fehlentwicklung (ITN und stationärer Aufenthalt)

  • Transversale Maxilladistraktion im Sinne einer zweigeteilten Le-Fort-I Osteotomie mit dentalgestützten (z.B. Hyrax-Schraube) oder skelettalgestützten (z.B. Mommaerts-Schraube) Apparaturen zur Verbreiterung der skelettalen Basis
  • Mediane UK-Distraktion zur Verbreiterung der skelettalen Basis
  • UK-Verschmälerung oder Verbreiterung bei UK-Advancement
  • Korrektur der transversalen Problematik simultan zur Umstellungsosteotomie (einzeitiges Vorgehen)

Maßnahmen zur Korrektur der vertikalen Fehlentwicklung (ITN und stationärer Aufenthalt)

  • Intrusion oder Extrusion der Maxilla
  • Vertikale UK-Distraktion bei verkürzten aufsteigenden Ästen (z.B. beim offenen Biss durch Collumresorptionen)
  • Korrektur einer ausgeprägten Spee´schen Kurve durch Frontzahnsegmentintrusion
  • Vertikale Kinnkorrekturen

Maßnahmen zur Korrektur der sagittalen Fehlentwicklung (ITN und stationärer Aufenthalt)

  • Monomaxilläre Umstellungsosteotomie
  • Bimaxilläre Umstellungsosteotomie
  • Bei Bedarf Bildung mehrerer Segmente nach segmentaler Zahnbogenausformung im Sinne einer kieferorthopädischen Vorbehandlung
  • Transantrale Maxilladistraktion bei ausgeprägter maxillärer Retrognathie (z.B. LKG)
  • Horizontale UK-Distraktion bei ausgeprägter Frontzahnstufe und/oder pathologischen Kiefergelenksveränderungen
  • Sagittale Kinnkorrekturen
  • Onlay-Plastiken